Herzlich Willkommen zu unserem dritten DTP Aktuell! Newsletter. Wir wünschen dir viel Spaß mit den Artikeln mit vielen Neuigkeiten aus unserer Projektarbeit in Tansania, unseren Aktivitäten in Deutschland und Berichten unserer aktuellen und ehemaligen Freiwilligen. Wir freuen uns wenn du den Newsletter an Freunde und Bekannte weiterempfiehlst. Anmelden kann man sich über unsere Internetseite www.dtpev.de Wenn dein Postfach eh schon überquillt oder du gerade kein Interesse an diesem Newsletter hast, kannst du dich mit dem Link am Ende der Mail abmelden.
====== DTP Aktuell! - Themen ======
1. Vorbereitungsseminar der neuen Freiwilligen (Raphael) 2. Gemeinsame Reise nach 9 Jahren Briefpartnerschaf (Andrea) 3. Jugend Fotografie Projekt (Muzdat) 4. Bericht der Mitgliederversammlung (Jonas) 5. Aller Anfang ist schwer! „weltwärts für globales Lernen“ (Renate) 6. Neue BMZ Auflagen für weltwärts (Tanja) 7. weltwärts Blog: Verrückte Welt des Fußballs (Semiramez) 8. weltwärts Blog: Ein Freiwilliger darf auch mal Urlaub haben (Jan)
====== 1. Vorbereitungsseminar der neuen Freiwilligen ====== ======== von Raphael Karutz ======== Nach dem Sprachkurs in Mühlhausen steht vor unserer Ausreise jetzt nur noch das Vorbereitungsseminar als großer Punkt auf dem Programm. Dafür reisen wir am 30. Juli früh morgens aus allen Ecken Deutschlands in das nicht unbedingt so zentral gelegene Glücksburg an der Ostsee, wo uns Tanja auf dem Gelände von Artefact schon mit einem Mittagsessen empfängt. Nach einer Begrüßungsrunde, in der jeder noch einmal Punkte nennen kann, die er sich besonders von dem Seminar erhofft, geht auch schon das in viele kleine Blöcke eingeteilte Programm los. In den ersten Tagen stehen vor allem allgemeinere Themen an, z.B. die Frage, „was ist Kultur?“ und Kulturkontaktmodelle oder die Beschäftigung mit möglichen Kulturschockphasen. Auch beginnen die Vorträge der Referate, die jeder Freiwillige vorbereitet hat. Weiter lesen >> http://www.dtpev.de/projekte/freiwilligendienste/weltwaerts/vorbereitungsseminar-2010 ====== 2. Gemeinsame Reise nach 9 Jahren Briefpartnerschaf ====== ======== von Andrea Karsten ======== Hannah Duffek und Sina Drinkgiern aus der 10. Klasse im Gymnasium Grootmoor: Unser Projekt namens AZIA HILALI ist ein Projekt, das es vorher so noch nicht so gegeben hat. Seit 9 Jahren wechseln wir Briefe mit Schülerinnen und Schülern aus der Dorfschule in Kizimkazi. In den Frühjahrsferien möchten wir in dieses Dorf fahren und dann eine gemeinsame Reise mit unseren Briefpartnerinnen und Briefpartnern in Tansania machen. Wir möchten die Jugendliche besuchen, mit denen wir uns schon so lange schreiben, und von denen wir uns dennoch keinen genauen Eindruck haben machen können. Jugendliche, die uns mit Worten nicht das begreiflich machen können, was sie uns vielleicht von sich erzählen wollen. Umgekehrt geht es uns genauso, denn nur ein Blatt Papier innerhalb eines halben Jahres kann nicht entfalten, welche Persönlichkeiten hinter diesen Briefen stecken. Beide Seiten der Briefpartnerschaft sind sehr interessiert daran, sich zu treffen. Für sie und uns ist unsere Brief- partnerschaft schön und wichtig geworden. Durch unglaublich großzügige Spenden von Freunden und Familie hatte ich genügend Geld zusammen bekommen, um den Traum von einer gemeinsamen Reise mit Schülern und Schülerinnen in ihrem Land zu verwirklichen. Dass es nicht nur mein Traum war sondern der Traum vieler Jugendlicher und Lehrer in Kizimkazi, kam bei den Vorbereitungen und in der Abschlussfeier sehr ergreifend zum Ausdruck. Steffi Hupfer, Lehrerein am Gymnasium Grootmoor kam zusammen mit den beiden Schülerinnen Hannah Duffek und Sina Drinkgiern am 5. März nachmittags in Dar es Salaam an und wir flogen zusammen nach Sansibar. Zwei Elternpaare in Hamburg waren bereit gewesen, ihre Kinder Hannah und Sina auf eine so weite Reise zu entlassen. Ganzer Bericht >> http://www.dtpev.de/images/stories/file/Projekte/Azia_hilali/2010_AZIA_HILALI.pdf ====== 3. Jugend-Fotografie-Projekt ====== ======== von Muzdat ======== Das Youth photography project ist ein Projekt, das jungen Leuten auf Sansibar die Möglichkeit geben soll, ihre Gedanken und Gefühle bezüglich ihrer jeweiligen Umgebung auszudrücken. Durch die Benutzung von Kameras werden sie das tägliche Leben in ihrer Nachbarschaft dokumentieren, sowohl die positiven, als auch die negativen Besonderheiten. Das Zanzibar Youth Network fördert die Entwicklung junger Führungskräfte und unterstützt den Erfolg in Bildung und Selbsthilfe-Programmen innerhalb der jungen Bevölkerung. Die Organisation wurde gegründet um, in Anbetracht stark wachsender Arbeitslosigkeit und wenig Bildungsmöglichkeiten für junge Leute, die Wichtigkeit der oben genannten Initiativen zu unterstreichen. Das Youth photography project wird den Jugendlichen die Möglichkeit geben, durch Fotografie ihre Sichtweise auf ihr Leben darzustellen und ihre Erfahrungen mit Gleichaltrigen und der gesamten Gesellschaft zu teilen. Weiter lesen >> http://www.dtpev.de/rueckkehrer/jugend-fotografie-projekt ====== 4. Bericht der Mitgliederversammlung ====== ======== von Jonas von Braunmühl ======== Am 02.Juli fand unsere 19. Mitgliederversammlung im Garten der Familie Karsten statt. Zu Gast waren neben der Mitglieder(innen), Mitarbeiter(innen) und des Vorstandes unsere drei Gäste Juma Msellem, BiTalha und Muhidini aus Kizimkazi, Sansibar. Nach der Begrüßung durch unseren Vorsitzenden wurden Tagesordnung und Protokoll verlesen und von den Anwesenden angenommen. Außerdem wurden die seit der letzten Mitgliederversammlung hinzugekommenden 20 neuen Mitglieder(innen) begrüßt und von der Mitgliederversammlung bestätigt. Im vergangenen Jahr wurde unsere Buchführung sehr umfangreich umgestellt. Durch die Umstellung ist es nun möglich auch die Kassen unserer tansanischen Partner, TASEA und ZASEA, zu integrieren und so den stetig steigenden Anforderungen zu Abrechnungen des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit gerecht zu werden. Die zeitaufwendige und wichtige Umstellung übernahm Barbara Pfeiffer ehrenamtlich - wofür ihr der Verein sehr dankbar ist! Erfreuliches Ergebniss der Kassenprüfung ist, dass der Zufluss aus Spenden im vergangen Jahr um rund 30% gestiegen ist! Bei den Vorstandswahlen wurde der alte Vorstand einstimmig wiedergewählt. Vorsitzende sind damit erneut Heinz Wagner und Klaus Köhler, die Schatzmeisterin ist Barbara Pfeiffer, Schriftführer ist Johannes Kammer und Beisitzer sind Oliver Schömann und Jonas von Braunmühl. Als Revisoren wurden einstimmig die Mitglieder Dankward Sidow und Thea Bock gewählt. Unsere drei Gäste Juma Msellem, BiTalha und Muhidini Juma aus Kizimkazi stellten sich vor und sprachen jeweils kurz zur Mitgliederversammlung. Dabei werden die Projekte Nursery School, Freiwilligendienst mit erneuerbaren Energien, Unterstützung der Lehre in der Skuli ya Kizimkazi, die Frauengruppe Tufahamiane mit den „Plant your Palmtree“ Aktivitäten sowie die Schulpatenschaften hervorgehoben. Abgerundet wurde der Tag durch spannende Berichte aus den wichtigesten Arbeitsfeldern der DTP und ein gutes Buffet. Berichtet wurde: - über die Arbeit in Tansania und Deutschland von Tanja Neubüser - über Projekte in Tansania von Andrea Karsten - über die Arbeit der Ehemaligen von Oliver Schömann - über die Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit von Jonas von Braunmühl Alles in allem eine wunderschöne Mitgliederversammlung! ====== 5. Aller Anfang ist schwer! „weltwärts für globales Lernen“ ====== ======== von Renate Grunert ======== „Weltwärts für Globales Lernen – praktisch umgesetzt“ im ersten Jahr Die beiden „PilotInnen“ Rahel Heidkamp und Urs Bösche leisten echte Pionierarbeit in Kizimkazis Schulen bzw. haben geleistet, denn Urs ist seit Juni zurück in Hamburg und Berlin. Urs wird im September Vater und wollte wenigstens die letzten Monate noch bei seiner Freundin sein, um sie in der Schwangerschaftszeit zu unterstützen. Das „weltwärts“-Sekretariat hatte dafür volles Verständnis, und hat die frühere Rückkehr befürwortet. Rahel nutzt die Zeit des Ramadan, um sich bei einer Reise durch Tansania vom anstrengenden Schulalltag zu erholen und vor ihrer Rückkehr noch etwas vom Land „mitzunehmen“. Im September geht es zum Endspurt in der Schule, weil die Schülerinnen und Schüler für die „national examinations“ im Oktober vorbereitet werden (müssen). Da im Oktober dann kein Schulunterricht mehr stattfindet, sondern die Prüfungen abgenommen werden, wird Rahel Anfang Oktober zurück kommen und sich den Rest ihrer weltwärts-Zeit das Schulprojekt evaluieren und ein Konzept erstellen, das die Erfahrungen aus dem ersten „Lehramtsjahr“ einbezieht und neue Impulse und Vorschläge für die Freiwilligen des kommenden Jahrgangs beinhaltet. Einen Bericht von Rahel über den Alltag an „ihrer“ Schule stellen wir in Kürze ins Internet. Die größten Hürden in der Schule bestanden im Sprachlichen. Urs verfügte aus einem früheren Tansania-Aufenthalt über Anfangs-Sprachkenntnisse, Rahel hatte in der Vorbereitungsphase nur sehr geringe Möglichkeiten, Swahili zu lernen. Die SchülerInnen, und teilweise auch die LehrerInnen, wiederum haben keine ausreichenden Englischkenntnisse. So war es oft sehr schwierig, den Unterricht durchzuführen. Für den nächsten Jahrgang hatten wir deshalb vorgesehen, dass die Freiwilligen im Oktober nach Zanzibar reisen, dort an der State University of Zanzibar (SUZA) in Stone Town von Oktober bis Dezember Swahili-Unterricht nehmen, auch Pädagogik-Kurse besuchen, und dann im Januar 2011 an die Schulen gehen. Nun ist es aber so, dass das Uni-Semester wegen der Nationalwahlen erst im November anfangen wird, und so nur ein verkürztes Semester möglich wäre. Außerdem können nicht alle InteressentInnen zu diesem Zeitpunkt ausreisen. Der aktuelle Projektstand ist, dass fünf Freiwillige Anfang Dezember nach Zanzibar reisen werden, im Dezember intensiv Swahili lernen, und im Januar an die Schulen gehen. Um das Erlernen der Sprache zu erleichtern und viel zu praktizieren, soll die Unterbringung in Familien stattfinden. Mit den Erfahrungen von Rahel und Urs und der zusätzlichen Unterstützung einer deutschen Lehrerin, die an der SUZA gearbeitet hat und das tansanische Schulsystem sehr gut kennt, wird die Vorbereitung der „neuen“ Freiwilligen und der Start in Zanzibar sicherlich einfacher sein als beim ersten Jahrgang. Ich bin sehr gespannt auf die Evaluation und den zweiten „Durchgang“. ====== 6. Neue BMZ Auflagen für weltwärts ====== ======== von Tanja Neubüser ======== Es ist soweit! Die neuen 16 DTP-Freiwilligen stehen kurz vor ihrer Ausreise, am 19.8. werden sie ins Flugzeug nach Tansania steigen. Dann wird eine aufregende Zeit für sie beginnen. Vom BMZ hatten alle Entsende-Organisationen, die weltwärtsler nach Tansania schicken, dieses Jahr die Auflage, die Ein-Jahres-Visa vor Ausreise der Freiwilligen vorzuzeigen. Dies ist kein einfaches Unterfangen, da die Jahresvisa bisher erst ausgestellt wurden, nachdem die Freiwilligen im Land waren. Auf Sansibar z.B. haben die Freiwilligen sich, von ihrem Einsatzstellenleiter begleitet, bei der Visa-Behörde persönlich vorgestellt und danach das Jahresvisum erhalten. Nun denn, dieses Jahr musste es anders laufen. Alle Freiwilligen hatten ihre gesamten Unterlagen für die Jahresvisa vollständig bereits im April bei der DTP einzureichen, so dass eine nach Dar reisende Mutter diese persönlich zu TASEA bringen konnte. Olivia kontrollierte alles, stellte Rückfragen und brachte die Unterlagen dann zur Immigration Office in Dar bzw. zur Immigration Office nach Sansibar. Und dann hieß es warten. Und bangen. Würden wir es schaffen? Würden die Freiwilligen pünktlich ausreisen können? Vor einer Woche dann mailte Olivia, dass wir alle Jahresvisa erhalten haben. 2,5 Wochen vor Abflug - aber immerhin, es hat geklappt! Nun kann die DTP guten Gewissens alle 16 hochmotivierten und neugierigen Freiwilligen ins Flugzeug steigen lassen. ====== 7. weltwärts Blog: Verrückte Welt des Fussballs ====== ========= von Semiramez Mende ========= Tansanier lieben den Fußball! Egal ob Lederball, Plastikball, oder ein Ball aus Stofffetzen zusammengebunden - ganz gleich ob mit oder ohne Luft, ein jeder in Tanzania spielt Fussball! Wer nicht in einem Team auf dem Platz spielt, sucht sich ein paar Freunde und lässt den Ball auf einem kleinem Stück Wiese oder Sand rollen. Beim Fussball handelt es sich hier meist um eine ernste Angelegenheit, denn was den Fussball angeht verstehen die Tanzianer keinen Spaß, hier hat sich jeder an die Regeln zu halten. Wer nicht pünktlich zum täglichen Training kommt, der darf nicht mitspielen, für die Aufwärmübungen gilt das selbe und Frauen haben erst gar nichts auf dem Platz zu suchen. Trozdem wird immer gelacht und gejubelt, alle sind mit viel Spass am Ball dabei. Weiter lesen >> http://www.dtpev.de/weltwaerts/328-verrueckte-welt-des-fussballs ====== 8. weltwärts Blog: Ein Freiwilliger darf auch mal Urlaub haben ====== ========= von Jan Braasch ========= Ja schön, die Anderen erleben viel in Tanzania und schreiben auch drüber, aber ich war der einzige, der sich in Tanzanias Nachbarland, Uganda, zum Gorilla Tracking aufgemacht hat. Am Samstag, den 5. Juni, gings morgens mit Hamza und seinem Bruder Shiraz, zwei Freunden aus Bukoba, im Bus von Bukoba, einem beschaulichem, kleinem Städtchen, in der nähe meiner Einsatzstelle, im Norden Tanzanias, nach Kampala, der Hauptstadt Ugandas. Weil ich Busfahren nunmal stinklangweilig finde, hab ich mir vorgenommen die ganze Fahrt über zu schlafen. Das hat minder gut geklappt, alle (gefühlten) 20 Kilometer mussten wir irgendwo anhalten um unsere Pässe vorzuzeigen oder eine Einreisegenehmigung zu bekommen. Als wir dann in Uganda waren, waren die Straßen so schlecht, dass an Schlaf kaum zu denken war. Weiter lesen >> http://www.dtpev.de/weltwaerts/327-gorilla-tracking-in-uganda |