| | wir freuen uns dir den ersten "DTP Aktuell!"-Newsletter zu schicken. Heute erhältst du als Teil des engen Kreis der DTP (Ehemalige und Vorstand) ganz exklusiv aktuelle Neuigkeiten unserer Projekte und die neusten Berichte unserer Freiwilligen aus Tansania. Zukünftig werden wir etwa alle 2 bis 3 Monate alle interessierten Ehemaligen, Mitglieder, Spender und alle anderen Interessierten über die DTP auf dem Laufenden halten. Die An- und Abmeldung läuft über unsere Internetseite und wir freuen uns über jede Weiterempfehlung an Freunde und Bekannte. Du bist auch herzlich eingeladen dich an dem Projekt Newsletter zu beteiligen und Artikel, Ideen und Anregungen einzubringen! Kontakt: tanja@d-t-p-ev.de
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Und das sind diesmal unsere Themen:
====== DTP Aktuell! - Themen ======
1. Neue Freiwillige / Genderquote (Tanja) 2. Globales Lernen, Praktisch umgesetzt (Renate) 3. Auswertung der Rückkehrerumfrage (Jonas) 4. Twitter: "Gezwitscher aus Tansania" (Jonas) 5. Erstes Gezwitscher aus Kyela (Anna uns Isabelle) 6. Wer bewirbt sich? Bewerberstatistik 2009/10 und 2010/11 (Jonas) 7. Rückkehrer-Fortbildung mit Christoph Posselt (Tanja) 8. weltwärts Blog: Eine Schule in Tansania erntet Wind (Philipp) 9. weltwärts Blog: Ein Dorf wird elektrifiziert, ... (Constantin)
====== 1. Neue Freiwillige / Genderquote ====== ========= von Tanja Neubüser =========
Der neue DTP weltwärts-Jahrgang für Völkerverständigung und Klimaschutz ist ausgewählt!
Bis zum 31. Januar 2010 bewarben sich 124 Interessent_innen auf den im im August 2010 ausreisenden weltwärts-Jahrgang. Von den Bewerber_innen waren ca. 66 % männlich. Dadurch standen ziemlich vielen guten Bewerbern nicht ganz so viele gute Bewerberinnen gegenüber. Das Vorauswahl-Team bestand aus Heide Moldenhauer, Anne Vogel, Johannes Hahn und Sören Odau, Ehemaligen des FÖJ und weltwärts. Sören war auch schon an der Vorauswahl von weltwärts 2009/10 beteiligt gewesen und hat so Erfahrungen weiter geben können. Die vier sichteten alle eingegangenen Bewerbungen gründlich und wählten dann in Rücksprache mit der DTP 19 Männer und 13 Frauen für das Auswahl-Wochenende in Hamburg aus. Da das unserer üblichen Praxis einer gleichen Geschlechterverteilung widerspricht, sich aber durch die Verteilung der Bewerber_innen und der Qualität der Bewerbungen gut rechtfertigen ließ, ging das Thema in unseren Vorstand. Dort wurde unser grundsätzliches Ziel bestätigt jedes Jahr 8 Frauen und 8 Männer zu entsenden. Die Teilnehmer_innen sollen aber letztlich nicht aufgrund ihres Geschlechtes, sondern aufgrund ihrer Eignung für den Freiwilligendienst und die Projekte in Tansania ausgewählt werden. Daher wurde beschlossen, dass von diesem Jahrgang an je mindestens 5 von 16 Freiwilligen weiblich beziehungsweise männlich sein müssen. Die weitere Verteilung ist dem Auswahl-Team überlassen. Ursprung der früheren 50/50 Reglung war die ungleiche Finanzierung von FÖJ-Stellen für Männer und Frauen, durch die Frauen einen systematischen Nachteil bei den meisten Entsendern hatten. Durch den neuen, deutlich besser finanzierten weltwärts-Freiwilligendienst wurde dieser Missstand behoben.
In der ersten Woche vor dem Auswahl-Wochenende sprangen noch 5 Bewerber_innen ab, da sie sich bereits für einen anderen Freiwilligendienst entschieden hatten. So konnten wir einigen Nachrücker_innen eine große Freude machen. Am ersten März-Wochenende fand die End-Auswahl statt. Am Samstag und am Sonntag lernte das Auswahl-Team, bestehend aus Johannes Hahn und Oliver Schömann, Muzdat Al-haji und Sophie Mwakaliku (FUGE Reverse-Programm beim FÖJ Schleswig-Holstein) sowie Tanja Neubüser und Barbara Pfeiffer (Vorstand DTP) jeweils 16 Bewerber_innen kennen. An den Vormittagen durchlief die Gruppe verschiedene Einheiten und an den Nachmittagen fanden Einzelinterviews statt. Bereits am Samstagabend war das Auswahl-Team beeindruckt von den Bewerber_innen und wir scherzten, dass wir den Sonntag ausfallen lassen und alle 16 vom Samstag entsenden könnten. Da die End-Auswahl auch im März 2009 recht schwer war und das Team bis Sonntag Nacht um 22 Uhr zusammen saß, lernten wir daraus und legten dies Jahr die End-Entscheidung auf Montag Vormittag. So stand dann Montag Mittag der neue weltwärts-Jahrgang fest: Am 19. August werden 5 Frauen und 11 Männer aufbrechen. Viele männliche Bewerber überzeugten das Auswahl-Team mehr als die sich bewerbenden Frauen, so dass wir einig aber mit ein bisschen Wehmut nur 5 Frauen auswählten. Von diesen 5 Frauen sagten in den folgenden 2 Wochen noch 2 ab, glücklicherweise freuten sich die Nachrückerinnen gleich sehr, einzuspringen. Die Vorbereitung der Neuen hat bereits per Post, Telefon, Mails und Internet-Forum begonnen. Jeder der Neuen hat auch einen Paten der Rückkehrer zugeteilt bekommen, so dass die Vorbereitung mit vereinten Kräften starten kann! Die Freiwilligen werden in folgenden Einsatzstellen jeweils zu zweit arbeiten: TASEA Dar, TASEA Mwanza, ZASEA, Solarafrica Dada, Solarafrica Moto, Kakute, Mafinga LVTC, Tujijenge Microfinance Kyela. Weitere Infos zu den DTP-Einsatzstellen findet ihr auf der DTP-Homepage.
Foto des Auswahl-Teams: http://d-t-p-ev.de/images/dtp_aktuell/2010april/dtp_auswahlteam.jpg
====== 2. Globales Lernen, Praktisch umgesetzt ====== ========= von Renate Grunert ========= Weltwärts mit der DTP für Lehramts-Studierende gestartet
Ende Januar 2010 reisten die ersten beiden Freiwilligen im Rahmen dieser Maßnahme aus. Der Beginn der Tätigkeit in den beiden Schulen auf Sansibar verlief ausgesprochen gut. Die jungen Lehramtsstudent_innen wurden sehr freundlich aufgenommen und gut untergebracht. Da es sich um ein neues Projekt handelt, wurden monatliche Seminare zwischen den Freiwilligen und den tansanischen Tandemlehrer_nnen und Betreuern vereinbart. Ein erstes Seminar im Februar, bei dem vor allem Lehrmethoden ausgetauscht und Lehrmaterialien vorgestellt und diskutiert wurden, verlief sehr erfolgreich. In ihren ersten Berichten schreiben die Freiwilligen, dass sie auf ein völlig anderes Unterrichtssystem als hier in Deutschland trafen. Besonders die Tatsache, dass trotz gesetzlichen Verbots die Prügelstrafe weiterhin angewandt wird, führte zu großer Betroffenheit. Unterschiedliche pädagogische Ansätze zu vermitteln gestaltet sich als schwierig. Jedoch sind die tansanischen Lehrer_innen großteils offen für neue Methoden. Ein Problem ist die Sprache. Die sansibarischen Schüler_innen verfügen auch in den höheren Jahrgängen in der Regel über sehr geringe Englischkenntnisse, so dass es sich als schwierig gestaltet, den Fachunterricht (z.B. Biologie) in Englisch durchzuführen. Hier bieten die Freiwilligen zusätzlich fachspezifischen Englischunterricht an, damit die Schüler_innen die Inhalte nachvollziehen können. In der Zwischenzeit ist es gelungen, eine deutsche Lehrerin, die an der State University of Zanzibar (SUZA) unterrichtet, für die Begleitung der Freiwilligen auf Sansibar zu gewinnen. Sie wird das Zwischenseminar leiten. Sie ist in Deutschland ausgebildet worden, hat in tansanischen/sansibarischen Schulen unterrichtet und kennt das Lehrerausbildungssystem durch ihre Tätigkeit auf Sansibar. Das sind sehr gute Voraussetzungen, um die ersten Monate gemeinsam mit den Freiwilligen und den Tandemlehrer_innen, Schulleitern und dem tansanischen Programmbetreuer sowie auf dem Zwischenseminar zu reflektieren und evtl. notwendige Veränderungen zu besprechen.
====== 3. Auswertung der Rückkehrerumfrage ====== ========= von Jonas von Braunmühl =========
Im Winter 2009/2010 haben wir erstmals eine große Umfrage ehemaliger Teilnehmer_innen unserer Freiwilligendienste durchgefüht. Befragt wurden alle Ehemaligen die nach dem Herbst 2005 zurückgekehrt sind und sich im Rahmen des Freiwilligen Ökologischen Jahres oder des weltwärts Freiwillidiendienstes ein Jahr lang in Projekten in Tansania engagiert haben. Die 60 Teilnehmer_innen wurden zu den Themengebieten "Multiplikatorenwirkung und Engagement", "Qualität des Freiwilligendiestes" und "Arbeit der DTP" befragt.
Wir hatten eine Rücklaufquote von genau 50% - Vielen Dank an der Stelle für eure Rückmeldungen!
Die Ergebnisse lassen sich sehen! Die Rückmeldungen zur DTP zeigen sowohl unsere Stärken als auch Schwächen und bieten damit ein wunderbares Fundament für Weiterentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit. Wenn auch euch die Ergebnisse auf neue Ideen bringen oder Fragen aufwerfen, freuen wir uns über jede weitere Rückmeldung!
Die Ergebnisse findet ihr unter: http://www.d-t-p-ev.de/projekte/freiwilligendienste/rueckkehrerumfrage
====== 4. Twitter: "Gezwitscher aus Tansania" ====== ========= von Jonas von Braunmühl =========
Was erleben unsere Freiwilligen in Tansania? Einen kleinen Einblick bietet unser "weltwärts Blog", in dem die aktiven Freiwilligen regelmäßig berichten.
Aber was geschieht eigentlich in unseren Einsatzstellen? Mit Twitter ein Stück näher an den Zahn der Zeit: Mit dem "Gezwitscher aus Tansania" rückt das Leben und Engagement in den Einsatzstellen näher. Die Freiwilligen schicken uns ab jetzt mit ihren Monatsberichten Kurznachrichten in SMS-Länge über das Leben, Projekt/Arbeit, politisches oder gesellschaftliches Geschehen oder besondere Ereignisse in ihren Einsatzstellen.
====== 5. Erstes Gezwitscher aus Kyela ====== ========= von Anna uns Isabelle =========
- Alle Unterrichtsmaterialien sind erstellt und gesammelt, das Mitarbeiter-Training bei Tujijenge kann beginnen!
- Andere Schritte dagegen unmöglich, Kyela versinkt im Matsch.
- MalariAnna hat die erste Hand voll, drei einhalb Monate bleiben ihr noch, um den Rekord zu knacken. Komm schon Anna, nur noch zwei!
- Wichtiger Schritt ist getan: Wir haben endlich den sympathischen und scheinbar kompetenten Techniker getroffen.
- Dies ist eine unumwerfliche Tatsache: Kein Reis ist besser, als der aus Kyela.
====== 6. Wer bewirbt sich? Bewerberstatistik 2009/10 und 2010/11 ====== ========= von Jonas von Braunmühl =========
Wer bewirbt sich eigentlich bei der DTP? Welchen Bildungshintergrund haben unsere Bewerber_innen? Erreichen wir auch Studierende und Auszubildende? Welche Einsatzstellen sind beliebt? Macht uns das Internet zu einer bundesweiten Organisation oder sprechen wir nur Hamburger an?
Dank dem seit zwei Jahren laufenden online-Bewerbungsverfahren haben wir jetzt erstmals statistische Daten um all diesen Fragen etwas näher zu kommen. Mit der Auswertung haben wir nun die Möglichkeit gezielt zu reagieren und Veränderungen zu beobachten.
Bewerbungsstatistik 2009 - 2011: http://d-t-p-ev.de/images/dtp_aktuell/2010april/dtp_bewerbungsstatistik_20092011.pdf ====== 7. Rückkehrer-Fortbildung mit Christoph Posselt ====== ========= von Tanja Neubüser =========
Der 1. Mai naht - und damit auch unsere spannende Fortbildung mit dem Top-Referenten Christoph Posselt!
Ein kleiner Vorgeschmack: "Die Rückkehrer stoßen beim Berichten ihrer Erfahrungen aus Tansania und ihrer Gedanken zu einem gerechten Zusammenleben zwischen Nord und Süd immer wieder darauf, dass Menschen zuhören, aber dabei ihr festes Bild vom „schrecklichen Afrika“ im Kopf haben und dies behalten. Wie können die Rückkehrer an diesem Bild kitzeln, rütteln, vielleicht auch provozieren, um zu irritieren, zu überraschen und die Zuhörer offener zu machen für Neues? Ideen und Übungen dazu erhoffen wir uns von unserem Seminartag, sind schon sehr gespannt auf Ihre Kreativität und möchten uns mit voller Energie einbringen."
====== 8. Eine Schule in Tansania erntet Wind ====== ========= von Philipp Armbruster =========
Im südlichen Hochland Tansanias, umgeben von kleinen Dörfern, liegt das „Mafinga Lutheran Vocational Training Centre“ (MLVTC). Als weiterführende Schule bildet sie Schüler sowohl allgemein als auch in technischen Berufen aus. Sie lernen und arbeiten in verschiedenen Departments, die auf die jeweiligen Berufe spezialisiert sind.
Seit August vergangenen Jahres leben Robert und ich an dieser Schule und arbeiten im Renewable Energy Department. Ziel unseres Freiwilligenjahres ist es unter anderem, erneuerbare Energien in Dörfern einzuführen, denn ein Großteil der Landbevölkerung in Tansania lebt ohne Strom. Viele wünschen sich aber, Licht zu haben und beispielsweise ein Radio betreiben zu können.
Weiter unter: http://www.d-t-p-ev.de/weltwaerts/296-eine-schule-in-tansania-erntet-wind
====== 9. Ein Dorf wird elektrifiziert, ... ====== ========= von Constantin Kremer =========
... das war der Hintergrund einer Reise, die ich Mitte Februar gemacht habe.
Es ging um das 4000 Einwohner große Dorf Katoro im Norden von Tansania. Dieses kleine Dorf liegt an der Straße zwischen Mwanza am Victoriasee und Bukoba. Nach einem Kurzbesuch in Arusha ging es für mich am 10. Februar von dort aus mit dem Bus nach Mwanza, wo ich dann meinen Chef treffen sollte, um mit ihm dann weiter bis Katoro zu reisen. Doch erst einmal hieß es ankommen. Wie ich nachher herausfand, war es gut, dass der Bus schon ziemlich früh morgens um fünf Uhr in Arusha abgefahren ist. Bei einer späteren Abfahrtszeit hätte ich mir den Bus etwas genauer ansehen können und es mir wohl noch einmal überlegt, ob ich da wirklich einsteigen will.
Weiter unter: http://www.d-t-p-ev.de/weltwaerts/297-ein-dorf-wird-elektrisiert- | |