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weltwärts Vorbereitungsseminar 2010 Drucken

Nach dem Sprachkurs in Mühlhausen steht vor unserer Ausreise jetzt nur noch das Vorbereitungsseminar als großer Punkt auf dem Programm. Dafür reisen wir am 30. Juli früh morgens aus allen Ecken Deutschlands in das nicht unbedingt so zentral gelegene Glücksburg an der Ostsee, wo uns Tanja auf dem Gelände von Artefact schon mit einem Mittagsessen empfängt.

Nach einer Begrüßungsrunde, in der jeder noch einmal Punkte nennen kann, die er sich besonders von dem Seminar erhofft, geht auch schon das in viele kleine Blöcke eingeteilte Programm los.

In den ersten Tagen stehen vor allem allgemeinere Themen an, z.B. die Frage, „was ist Kultur?“ und Kulturkontaktmodelle oder die Beschäftigung mit möglichen Kulturschockphasen. Auch beginnen die Vorträge der Referate, die jeder Freiwillige vorbereitet hat.

Zwischenblöcke wie die erst eigene und später geführte Erkundung des Solarparks bei Artefakt oder der Vortrag zu „Welt.bilder“ schaffen zusätzliche Abwechslung, genauso wie die im Programm festgelegten freien, gemeinsamen oder offenen Abende (was alles so ziemlich das gleiche ist). Diese nutzen wir zum Beispiel zu sportlichem Ausgleich mit Fußball oder Frisbee oder für kleine Touren zum Strand oder in die Stadt.

Im mittleren Teil des Seminars liegt der Schwerpunkt vor allem auf der Technik der Erneuerbaren Energien. So können wir neben eigenen Experimenten mit Solarenergie beim Aufbau eines Kleinwindrads dabei sein und ein bisschen helfen. Das Windrad, welches fast baugleich ist mit denen, die in Mafinga entwickelt und verkauft werden, wurde von den Ehemaligen Oliver, Nils, Hendrik und einem Freund zu hause in Einzelteilen gebaut und wird jetzt auf dem Gelände von Artefact zu Anschauungszwecken errichtet.

Der letzte Teil des Seminars wird vor allem von der Ankunft der drei Rückkehrer bestimmt, die praktisch direkt aus Tansania eingeflogen sind und uns dadurch mit den aktuellsten Infos und Erfahrungsberichten versorgen können. Um uns auf eventuell auftretende Probleme vorzubereiten, schrecken die drei nicht davor zurück, neben ausführlichen Gesprächsrunden auch auch zu weniger konventionellen Methoden zu greifen und sich damit sogar möglicherweise die Wut der Gruppe zuzuziehen: So sorgen Maßnahmen wie das sehr frühe Wecken durch laute bongo flava Musik und die Zuteilung von Referaten ohne Informationen bis zur Aufklärung für ziemliche Irritation. Am Ende sind wir uns aber einig, dass es eigentlich eine sehr gute und spannende Übung war.

Wie die Abschlussrunde zeigt, sind durch das Seminar praktisch alle am Anfang genannten Fragen und Wünsche geklärt worden und mir fallen im Moment wirklich keine das Jahr betreffenden Dinge ein, auf die wir, bzw. Tanja oder die Rückkehrer nicht wenigstens kurz eingegangen sind.

 

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