Rückkehrer Rückkehrerwindrad Aufbau
Aufbau des Rückkehrerwindrades Drucken

Vor eineinhalb Jahren entstand im Rahmen eines FUGE-Treffen die Idee, ein Kleinwindrad in Deutschland zu bauen, um die Erfahrungen, die sie mit dieser Technik in Tansania gesammelt hatten, auch den Menschen hier in Deutschland zugänglich zu machen. Nach Abschluss des Projektes erzählen Oliver und Hendrik von ihren Erfahrungen:

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Anfang August war es schließlich so weit, dass der Aufbau und die Installation des Kleinwindrades beginnen konnten. Wie anvisiert konnte das Windrad in Glücksburg im „Powerpark“ der artefact gGmbH errichtet werden. Dazu reisten wir am Montag, den 2.August als Vierer-Team bestehend aus Daniel, Nils, Hendrik und Oliver nach Glücksburg nahe der Ostsee. Terminlich passte dies besonders gut, da der Aufbau auf diese Weise parallel zum Vorbereitungsseminar des neuen Jahrgangs von weltwärts-Freiwilligen ablaufen konnte. Einerseits konnte den Freiwilligen so bereits in der Vorbereitungsphase ein Einblick in die Nutzung der Windenergie gegeben werden und andererseits konnten bei manchen Arbeiten die vielen helfenden Hände gut gebraucht werden.

Zunächst ging es bei der Arbeit um Schleifen, Trennen und Schweißen von Stahl- bzw. Schrottteilen zu Generatorrahmen, Windsegel und Bodenankern. Anschließend hoben wir die Fundamente für Turm und Abspannungen aus. Erst als es dann an das Schweißen der Turmrohre, das Zusammenfügen der Holzflügel zum Rotor und den Bau des Generators ging, konnte man allmählich den Zusammenhang der Arbeiten erkennen. Nach drei Tagen war der Fuß des Turms fertig, die Erdanker der Abspannungen eingegraben und befestigt, die Rohre für den Turm verschweißt und auch Generator und Generatorrahmen bereits zu einer Einheit verschraubt.

Am Ende des 4. Tages konnten wir den Turm schließlich mit Hilfe einer großen Gruppe von Freiwilligen das erste Mal, diesmal noch ohne Windrad, aufrichten. Als Turm wurden zwei aneinandergeschweißte, je rund 6m lange Stahlrohre verwendet, die dannalt jeweils in vier Richtungen mit Drahtsteilen abgespannt wurden, um auftretende seitliche Kräfte aufzunehmen.

Am 5. Tag konnten wir uns dann vor allem um die Verkabelung des Generators und die Feinabstimmung der Abspannungen kümmern. Im Laufe des Abends gelang es uns mit tatkräftiger Unterstützung der Freiwilligen das Windrad erstmalig vollständig aufzurichten. Mit einer Höhe von fast 13 m war uns tatsächlich ein beeindruckend hoher Turm gelungen. Leider mussten wir aber auch feststellen, dass das Windrad doch recht starken Wind benötigt, um überhaupt anzulaufen.

Der Samstag konnte schließlich noch genutzt werden, um den Techniker der Powerparks in alle Feinheiten des Windrads einzuführen, das Windrad elektrisch zu verkabeln und an ein bestehendes Photovoltaiksystem anzuschließen. So wird das laut Anleitung bis zu 350 Watt leistende Windrad in Zukunft dazu beitragen ein Batteriesystem zu speisen, das die im Powerpark angesiedelten Schweine durch einen Stromzaun in ihrem Gehege hält. Für Materialkosten von knapp unter 900 € hatten wir ein Windrad errichtet, das die unbekannte Technik erlebbar macht und dem Powerpark in Zukunft hoffentlich lange als weitere Attraktion dienen wird.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 20. April 2011 um 08:50 Uhr
 

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