Da wir in Mafinga (Südtansania) eher auf dem Land wohnen, das Land so trocken, dass man nur Mais anbauen kann und die Hauptmahlzeit aller Tansanier Ugali (Maismehlbrei) ist, wollten auch wir auf unserem kleinen Feld neben dem Haus Mais anpflanzen. Im Oktober fing ganz Mafinga an Felder umzugraben. So dann auch wir. Eines Nachmittags zeigten uns so unsere Haushaltshilfe Leucadya und unser Freund David wie man mit der Djembe (Hacke) umgräbt. Nach den ersten paar Metern hatten Nils und ich schon Schwielen an den Händen; nicht, dass unsere Hände draußen arbeiten nicht gewohnt seien. Wir hatten uns das aber wirklich einfacher vorgestellt... Nachdem wir dann eines Abends mit dem Umgraben fertig waren sahen wir aus... Wir waren todmüde und unsere Schwielen waren total aufgeplatzt... Zum Glück kannte man einen Trick: Salzwasser in den Handflächen verreiben, das brennt zwar extrem, verhilft aber ganz schnell zur Heilung. Im November dann säten wir unseren Mais und dazwischen noch einige Kartoffeln und ein paar Bohnen. Als es dann Mitte Dezember zu regnen anfing, ging es richtig schnell, die Landschaft wurde grün, der Mais gedieh... Leider auch verschiedene Gräser und Blumen dazwischen. Im Februar ging also ans "Unkraut jäten". Da wir aber auch mit anderen Dingen beschäftigt waren, blieb es bei einem Mal. Und auch Dawa (Medizin) für den Mais - organische oder auch anorganische Spritzmittel - wollten wir nicht extra kaufen. Ab Mai, die Regenzeit hatte aufgehört, hieß es warten..., bis der Mais auch richtig getrocknet ist, bis die Maispflanzen schon die Maiskolben hängen lassen. So haben wir dann nun vor einer Woche unseren Mais geerntet. Nun trocknet er noch ein paar Tage in der Sonne, bis wir ihn zum Mahlen ins Dorf bringen... Ich freu mich schon auf unseren Ugali. |