Ein schwarzer Mann wandelt mit besorgtem Ausdruck durch die Strassen, an der einen Hand sein Kind, in der anderen sein gesamtes Hab und Gut. Er weiß nicht, wo er heute schlafen soll, er hat keine Freunde die ihn aufnehmen würden und kein Geld mehr für eine Unterkunft. Afrika? Nein, wir befinden uns in Amerika, dargestellt in dem Film „Pursuit of Happiness“. Will Smith strebt nach Glück und leichtgemacht wird es ihm nicht. Letztendlich sieht er das Glück in den Gesichtern der Börsenmakler wieder, die Feierabends durch die Drehtüre des Wolkenkratzers strömen. Der mittellose Smith setzt es sich zum Ziel, dieses Glück auch zu erreichen. Bis dahin heißt es: Streben. Auf den Strassen Dar es Salaams. Die Jungs, die mir hinterher rufen, sitzen schon den ganzen Tag am gleichen Ort. Die schmutzigen Klamotten hängen indifferent am Körper runter. Es begegnet mir ein sattes Lächeln, zufrieden strahlende Augen und es prasseln Begrüßungen auf mich nieder. Der Tag mal wieder ohne nennenswerte Errungenschaften. Das kleine Nachbarsmädchen schlendert zum Einkaufen. Trotz der Last grinst sie wie ein Honigkuchenpferd als wir uns begegnen. Wo hat sie wohl nach ihrem Glück gesucht? Was ich finde ist Fröhlichkeit. Auf der Strasse, in den Menschen, im Gespräch. Sie haben nicht alle Glück. Maisha magumu, schweres Leben, wird mir oft gesagt. Die Glücklichkeit hat sich trotzdem ihren Weg zu den Menschen gebahnt. Man strebt nach besseren Lebensbedingung, das Glück dagegen ist ein innerer Zustand. Ist dieses Glück eine Art von Indifferenz, die Schicksalschläge und Probleme leichter verdaut? Ein ungebrochener Optimismus, den man in Deutschland höchstens Kindern zur Beruhigung erzählen würde? Etwas, was sie alles Leid nach einem Atemzug vergessen lässt? Nein, echte Schicksalsschläge und Leid lassen sich auch hier nicht weglachen. Aber den Moment versauen, weil man sich gerade Sorgen über etwas macht, dass man ohnehin nicht beeinflussen kann, ist eher selten. So gehe ich weiter und versuche mein Glück. |