...und manchmal ist auch das Ende schön. Von unserem Tansania-Jahr sind nur noch wenige Wochen übrig; viele Freiwillige fliegen schon Ende Juli nach Deutschland. Aber bevor man geht, muss man sich gebürtig verabschieden. Am besten mit einer großen Party. Die fand letzten Freitag bei uns zu Hause statt. Nachdem wir den Party-Modus festgelegt haben - Essen und Wasser kostenlos; Bier und Softdrinks werden verkauft - geht es ans Organisieren:
Die Frauen vom Container-Restaurant nebenan kochen Pilau für 50 Personen (Gewürzreis mit Erbsen und Spinat). Der Junge, der um die Ecke Getränke verkauft, tut dies bei unserer Feier im Hof. Es werden Lichterketten aufgehängt, das Wohnzimmer leer geräumt, der Hof mit ausgeliehenen Plastikstühlen bestückt.
Ein befreundeter DJ spielt die Musik - und zwar so, dass alle Lust bekommen, zu tanzen, wie wir hoffen.
Und wirklich: Am Freitag abend ist unser Hof voller Freunde, Nachbarn, Bekannten, Arbeitskollegen, anderer Zivis und Freiwilligen. Kaum hat der DJ angefangen, tummeln sich alle auf der Tanzfläche. Ist das Geheimnis einer guten Party nun die Musik? Oder die Tatsache, dass alle uns wichtigen Menschen da sind? Sie ergeben eine bunt zusammengewürfelte Kombination: Schwarze, Weiße, Junge, Alte, Arme, Reiche, StudentInnen, LehrerInnen, Handwerker, Hausmädchen sind gekommen. In Tansania sieht man über Alters- und Statusunterschiede leichter hinweg als in Deutschland und hat gemeinsam Spaß.
Wir sind ausgelassen und vergessen fast den Anlass der Party: Unser Abschied. Wir freuen uns auf Deutschland, sind aber etwas wehmütig. Es gibt viele Menschen, Plätze und Dinge, die wir vermissen werden. Ich habe noch etwas Zeit: Erst am 12. August gehts in Richtung Heimat.
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