Qualität ist uns wichtig!  | weltwärts Das Solarlicht auf Tumbatu scheint weiter| Das Solarlicht auf Tumbatu scheint weiter |  |
Vom 20. bis 22. April fand auf der Insel Tumbatu, wo im Juli 2007 unterstützt durch die Deutsch-Tansanische Partnerschaft e. V. viele Solar Home Systems installiert wurden, eine von der Zanzibar Solar Energy Association (ZASEA) durchgeführte Studie zur Untersuchung des Zustandes der dortigen Elektrik statt.
Diese Studie wurde angelehnt an die nur zwei Wochen zuvor durchgeführte Studie auf der Halbinsel Uzi, wo festgestellt wurde, dass viele der Solarsysteme nicht mehr funktionsfähig waren. Die Mission auf Tumbatu wurde von einem ZASEA-Team, bestehend aus Ramadhan Said Omar, dem Geschäftsführer, Julian Jeroen Fitz, Ersatzdienstleistender der DTP, Juma Ali, dem einheimischen Solartechniker, und Ame Haji Abbas, dem örtlichen Schulleiter, durchgeführt.
Dabei wurde überraschenderweise sehr viel Positives festgestellt. Während auf Uzi Batterien falsch gewartet worden waren und Laderegler überbrückt vorgefunden wurden und als Folge dessen nur noch wenige Systeme in Benutzung waren, gab es auf Tumbatu kaum brachliegende Solarsysteme. Insgesamt wurden nur zwei der insgesamt zwanzig zum Zeitpunkt des Eintreffens der ZASEA-Mission nicht mehr benutzt. Auch dort konnten aber die Fehler festgestellt und behoben werden.
Das Hauptproblem, welches festgestellt wurde, war das geringe Wissen der Besitzer von Solarsystemen. So waren einige nicht regelmäßig gesäubert worden, was die Bildung von Rost ermöglicht, bei vielen anderen hingegen wurde seit dem Zeitpunkt der Installation kein destilliertes Wasser mehr nachgefüllt. Die ZASEA-Studie kam aber genau zum richtigen Zeitpunkt. Es wurden noch keine unumkehrbaren Schäden angerichtet. Neben ein bisschen Rost und ein paar falsch verlegten kabeln, waren nur die üblichen Verschleißerscheinungen zu beobachten. Einige Birnen waren nicht mehr zu gebrauchen und vielerorts könnten die Batterien ein wenig neues Wasser gebrauchen. Solche Verschleißerscheinungen sind aber nichts Ungewöhnliches und in vielen Fällen sogar zu erwarten.
Die schwerwiegenderen Fehler wurden direkt behoben. Um die kleineren wird sich nach und nach Juma Ali kümmern, der den Auftrag erhielt für die gesamte Dorfgemeinschaft Batteriewasser zu kaufen und nachzufüllen.
Der große Unterschied zwischen den Menschen auf Tumbautu und Uzi scheint aber zu sein, dass diejenigen aus Tumbatu, die über ein ebenso geringes Wissen über Wartung von Solarsystemen verfügen wie diejenigen aus Uzi, nicht eigenmächtig an der Elektrik herumwerkeln und außer zum Säubern und zum ein- und ausschalten kaum Kontakt mit dem System haben. Ideal wäre es, wenn sich alle ein bis zwei Jahre ein Spezialist, zum Beispiel der lokale Solartechniker, alle Systeme einmal anschauen würde und die zur Erhaltung notwendigen Maßnahmen träfe. Somit wäre der einfachen Bevölkerung die Verantwortung abgenommen und ein reibungsloser Betrieb aller Solarsysteme auf der Insel wäre auch längerfristig gewährleistet.
Zusammenfassen lässt sich die Studie auf Tumbatu aber als Erfolg. Jetzt laufen wieder alle Solarsysteme und viele Fehler sind behoben, sowie sehr viel Wissen vermittelt worden. In Zukunft wird Juma Ali alleine für den Unterhalt der Solarsysteme auf der Insel verantwortlich sein, die hoffentlich noch sehr lange mit Solarsytom versorgt werden wird.
| | Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 04. Juni 2009 um 16:12 Uhr | | Jetzt spenden! 100% für Projekte! |