weltwärts Der Freiwilligenjahrgang 2010
Der Freiwilligenjahrgang 2010 Drucken
Geschrieben von: Carlotta Richter   

... macht sich auf eine große Reise.

Vorbereitet durch einen einwöchigen Sprachkurs in Thüringen und ein zweiwöchiges Seminar bei artefact in Schleswig-Holstein ging es für uns endlich am 19. August los zum nächstgelegenen Flughafen. Das „endlich“ war natürlich für die meißten von uns zweideutig besetzt, da der Abschied alles andere als leicht fiel. Es war jedoch sehr beruhigend zu wissen, dass wir in Tansania von Hanna, einer ehemaligen Freiwilligen der DTP erwartet wurden um zunächst eine Eingewöhnungswoche gemeinsam in Dar es Salaam zu verbringen. Der Flug, dessen Route für uns alle über Dubai ging, verlief ohne Zwischenfälle. Nachdem wir also gemeinsam eine Nacht in den Straßen oder im Flughafen Dubais zugebracht hatten flogen wir weiter nach Dar es Salaam. Ich kann sagen, die Sache wurde für mich erst real als ich Sansibar und anschließend das Festland unter mir erblickte. Da packte mich – andere waren da etwas entspannter – ein erster Angstschub, der sich jedoch nach der Ankunft sehr schnell verflüchtigte, da wir sehr herzlich von Olivia, unserer Betreuerin, Hanna und Barbara (DTP-Vorstand) empfangen wurden.

 

Die Eingewöhnungswoche erwies sich als sehr nützlich, auch wenn wir uns nach sieben Tagen definitiv darauf freuten, endlich nicht mehr aus dem Koffer leben zu müssen. Gemeinsam machten wir unsere ersten Schritte und vor allem unsere ersten Dalafahrten in Dar und lernten jeden Tag ein paar Begrüßungsformeln – später dann schon ganze Sätze dazu. Auch der Sprachkurs in Deutschland, von dem wir nicht mehr alles behalten hatten, wurde durch Sprach- und Grammatikunterricht am Vormittag von Mohammed wieder aufgefrischt. Weiterhin erzählte uns Mohammed noch dies und jenes über die Kultur Tanzanias, was wir interessiert wie Schwämme aufsogen. Natürlich zusammen mit Hanna, besuchten wir einige Institutionen in Dar, die für unseren Aufenthalt und unsere Tätigkeiten eventuell interessant sein würden. Im Nachhinein betrachtet, stellte das Programm für diese sieben Tage eine perfekte Ergänzung zu dem Vorbereitungsseminar in Glücksburg dar. Ich glaube darüber waren wir 16 uns überwiegend einig.

Am Ende der Woche verschlug es uns dann in die unterschiedlichsten Ecken Tansanias – Mwanza, Kyela, Arusha, Mafinga und Sansibar. Zwei blieben in Dar. Alle brachen in den frühsten Morgenstunden auf, um ihre Reise zu den Einsatzstellen anzutreten. Von da an gingen wir also getrennte Wege und machten unsere ersten Eigenerfahrungen ohne ständige Begleitung. Nach einigen Mails und ein paar Gesprächen zu urteilen, haben sich alle bereits gut in ihr neues Umfeld eingefunden und lernen auch schon sehr fleißig Kiswahili. Denn wenn ich eine Aussage nach diesem Monat definitiv treffen kann, dann ist es die, dass die Sprache der größte Schlüssel zum Abenteuer „FSJ in Tansania“ ist.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 21. Dezember 2010 um 11:00 Uhr
 

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