Am 20. August 2011 sind wir, der neue Volunteer – Jahrgang für das Jahr 2011/2012, endlich in Dar es Salaam angekommen. Dort erwarteten uns Sophie und Robert, zwei ehemalige DTP-Freiwillige, die uns in der folgenden Einführungswoche auf das Leben in unseren jeweiligen Einsatzstellen ein letztes Mal vorbereiteten. Unser letzter gemeinsamer Zwischenstopp war hierfür die Universität in Dar es Salaam. Diese liegt recht zentral in einer ruhigen und sehr grünen Gegend. Kleine Äffchen und Straßenkatzen erfreuten manches Gemüt bei der Ankunft und trugen zur allgemeinen Belustigung bei. Etwas trüber war die Stimmung, als die ersten von uns nach der langen Reise freudig unter die Dusche sprangen, welche jedoch leider ausblieb. Unsere Unterkunft begrüßte uns nämlich mit Strom- und Wasserausfall. Am nächsten Morgen folgte also die Herausforderung, wie dusche ich mit einem Eimer Wasser? So war manch Freiwilliger erst mal etwas ratlos und die beiden ehemaligen Volunteers hatten sichtlich ihren Spass. Ähnliche Erfahrungen folgten in unseren ersten atemberaubenden Tagen in Dar es Salaam. Was könnte wali ya maharagwe (Reis mit Bohnen) sein? Wie sagt man „Hallo“ und zu wem? Wie klettere ich am besten unter mein Moskitonetz und so weiter. Die ganz normalen Dinge des Alltags wurden so plötzlich zu kleinen Tagesaufgaben, deren Bewältigung die ersten Erfolgserlebnisse herbeiführten. Am dritten Tag sorgte der erste Marktbesuch für weitere Aufregung. Die Stadt wirkte chaotisch, das DallaDalla (Bus) fahren verrückt und die ersten Worte auf kiswahili schienen die Marktverkäufer eher zu belustigen als den Preis zu senken. Aber wir schlugen uns tapfer, hatten viel Spaß und dank der tollen Unterstützung seitens Sophie und Robert sind am Abend auch alle wieder heil auf dem Unigelände angekommen. Neben den vielen Alltagshilfen, begleiteten uns Sophie und Robert während der Einführungszeit durch ein abwechslungsreiches Programm, welches u.a. aus verschiedene Ausflügen (z.B. in die deutsche Botschaft), einem Sprachkurs, einer Stadtrallye und Fachvorträgen zum Thema Solarenergie bestand. So bekamen wir immer mehr Trittsicherheit in der neuen Umgebung und fühlten uns am Ende der Einführungsveranstaltung startklar für unsere Einsatzstellen. Daneben sind wir als kleine Gruppe durch die ersten gemeinsamen Erfahrungen noch stärker zusammen gewachsen. Und obwohl wir es am Vorabend der Abreise kaum erwarten konnten endlich unsere Gastfamilien und Arbeitsplätze kennenzulernen, waren wir auch etwas traurig nun erst mal einige Kilometer voneinander getrennt zu sein. Heute sitze ich im Büro von TAREA und muss selbst etwas lächeln, während ich die Zeilen über unsere erste Zeit in Tansania lese. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so schnell an die neue Umgebung gewöhne. Doch muss ich feststellen, dass Eimerduschen, Marktgewusel oder DallaDalla fahren mich inzwischen kaum noch aus der Ruhe bringen. Trotzdem gibt es natürlich immer noch eine Menge für uns hier zu lernen, aber auch dieTansanier können vieles von uns lernen. Und das ist es, was den Aufenthalt für mich persönlich auch so wertvoll macht. Der Austausch mit den Menschen hier fällt auf Grund derer Offenheit und Freundlichkeit wirklich sehr leicht. Es bereitet mir große Freude auf diese Weise ein Gefühl füreinander zu entwickeln, sich gegenseitig immer besser zu verstehen und täglich voneinander zu lernen. Ich bin gespannt wie sich das kommende Jahr entwickeln wird und sehe der Zukunft mit viel Vorfreude entgegen. |