weltwärts Zwischenseminar der Weltwärts-Freiwilligen in Machui, Sansibar
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Geschrieben von: Jana Sailer | TAREA | Dar es Salaam   

altFünf Monate sind nun vergangen seit wir, die 14 Freiwilligen des Jahrgangs 2011/12, von Deutschland gen Tansania aufbrachen. Fünf Monate, die wir jeweils zu zweit in sieben verschiedenen Einsatzstellen (Arusha, Mwanza, Mafinga, Dar es Salaam und 3x Sansibar) verbrachten. Manche von uns leben in Familien, andere mit tansanischen Volunteeren, die einen auf dem Land, die anderen in der Stadt, manche arbeiten im Office, andere in der Werkstatt… so könnte man jetzt seitenweise unsere facettenreichen Erfahrungen aufzählen. Unverkennbar ist, wir hatten viele verschiedene Eindrücke, Erlebnisse, Erfahrungen, Fragen und Antworten auszutauschen.

alt Methodisch wurde das Seminar von Jonas, dem offiziellen Nachfolger der Geschäftsführung der DTP e.V. und Tabea, einer ehemaligen Weltwärts-Freiwilligen geleitet. Da es sich in dem Seminar um unsere Themen und Fragen der letzten Monate drehen sollte waren wir von Anfang an gefordert das Seminar inhaltlich mitzugestalten. Die ersten drei Tage waren vor allem durch Themen bezüglich unserer Arbeit geprägt. Jede Einsatzstelle stellte den anderen ihre Tätigkeiten der letzten Monate vor und es wurden einige interessante Anknüpfungspunkte zwischen den einzelnen Einsatzstellen herausgearbeitet, welche in kleineren Open Space Gruppen detailliert diskutiert werden konnten. Der thematische Austausch half uns unsere Arbeit zu reflektieren, neue Ideen zu sammeln und vor allem auch mögliche Synergien zwischen den einzelnen Einsatzstellen auszumachen.

altÜberhaupt war das Thema Austausch ein wichtiger Punkt in dem Seminar. Wir arbeiteten nicht nur an Lösungsvorschlägen um den Austausch unter uns künftig zu stärken, sondern auch um die Kommunikation nach Deutschland zu verbessern. Hierbei konzentrierten wir uns auf drei für uns wesentliche Zielgruppen: Organisationsinterne Mitglieder der DTP e.V. und FUGE, unsere Einsatzstellennachfolger (Nachlass, Vorbereitungsseminar etc.) und last but not least unsere Freunde, Verwandte und andere private Kommunikationspartner denen wir während, aber auch nach unserem Jahr durch beispielsweise Blogeinträge, Emails oder Gespräche regelmäßig Bericht erstatten. Wie erleben wir Tansania, was macht unsere Arbeit hier aus und welche Rolle spielen wir als Freiwiliiger, Mzungu (tansanischer Ausdruck für Europäer) etc.? Diese Fragen rundeten unsere sehr arbeitsbezogene Anfangsphase ab und leiteten in einen Tag über, den wir komplett unserer persönlichen Reflexion widmeten. Wie geht es mir gerade, wie erlebe ich mich und wie sehen mich die anderen, was macht mir Freude und was Probleme, wie kann ich meine Situation beeinflussen und wo will ich noch in den nächsten Monaten hin – diese und viele weitere Fragen konnte jeder für sich thematisieren und schließlich in einem Brief an sich selbst festhalten. Diesen wollen wir auf unserem Rückkehrerseminar erneut lesen um somit unsere persönliche Entwicklung zu reflektieren.

Dies ist nur ein kleines Beispiel für die Methodenvielfalt mit der unsere Seminarleiter arbeiteten. Das gesamte Seminar wurde dadurch sehr abwechslungsreich und anregend gestaltet, so dass wir produktiv, konstruktiv und mit viel Spass die gesamte Woche bei der Sache waren.
altZum Abschluss des Seminars wurde unsere Runde durch die drei tansanischen REN-Volunteere, Mr. Nassor  (Moto, Einsatzstellenleiter) und Mr. Matimbwi (TAREA, Executive Secretary und weltwärts-Programmkoordinator) erweitert. Der Tag wurde aus einem Mischmasch in Kiswahili und Englisch gestaltet und bot die Möglichkeit nochmal ganz neue Sichtweisen und Blickwinkel zu erfahren. Außerdem schulte uns Mr Matimbwi in einer kleinen Einheit hinsichtlich unserer anstehenden Projekte. Dabei ging es um den gesamten Arbeitsprozess, vom Projektantrag bis –abschluss sowie der dazugehörigen Dokumentation. Auch die REN-Volunteere waren sehr interessiert, wie sich unsere Arbeit als deutsche Freiwillige in Tansania gestaltet und ebenso konnten wir uns ein Bild von deren Arbeit machen.

Das gesamte Seminar über führten wir Protokoll, hielten wichtige Aufgaben auf einer gemeinsamen To-Do-Liste fest und legten viel Wert auf lösungsorientierte Ansätze. Am Schluss blicken wir jedoch nicht nur auf eine arbeitsintensive und konstruktive Woche zurück, sondern auch auf ein noch stärker zusammengewachsenes Team, bestehend aus 14 reflektierten und motivierten Freiwilligen, die sich auf ihre weiteren 7 Monate in Tansania freuen!

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 24. Januar 2012 um 09:27 Uhr
 

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