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Handy

Wie waren die Kommunikations-
möglichkeiten nach Deutschland?

aus unserer RückkehrerUmfrage 09/10 mehr...

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Wer nach Tansania reist und dort im Rahmen eines Freiwilligendienstes arbeiten möchte, wird sehr schnell feststellen, dass man ohne Handy aufgeschmissen ist. Das Handy (auf Suaheli Simu) ist einer der wichtigsten Gebrauchsgegenstände für viele Tansanier - als Kommunikationsmöglichkeit für Geschäfte, aber auch zum privaten Gebrauch. Oft ist das Erste was ein Tansanier sich von seinem Gehalt erwirbt, ein Handy. Schon längst ist das Handy zu einem Statussymbol geworden.

Das Handynetz gleicht nachwievor einem Flickenteppich und oft ist es auf dem Land notwendig, eine exponierte Stelle zu suchen oder gar auf einen Baum zu klettern, um telefonieren zu können. In der Stadt sind die Netze schon sehr gut ausgebaut. Trotz allem ist es in Regionen ohne Stromanschluss noch sehr schwierig, ein Handy zu betreiben. Inzwischen gibt es aber schon viele geschäftige Leute, die darin ihren Vorteil sehen und Diesel-, oder Solarladestationen aufbauen, um gegen eine kleine Gebühr Handys aufzuladen.

Da das Geschäft boomt sind die Netzanbieter sehr bemüht, auch in den ländlichen Regionen guten Empfang zu gewährleisten. In den letzten acht Jahren vergrößerte sich die Anzahl der vergebenen Nummern von etwa 300.000 auf rund 15 Millionen, was bedeutet, dass bis zu 37 Prozent der Bevölkerung ein Handyzugang ermöglicht wurde. Möglich ist das nur, da die Handytarife vollkommen an die Konsumgewohnheiten der Tansanier_innen angepasst sind. Handyguthaben kann man in Form von Prepaid-Rubbelkarten schon ab 500 tansanischen Shillingi (ca. 40 Cent) kaufen. Die Abrechnung erfolgt im Sekundentakt und wird das Guthaben knapp, wird eine SMS geschickt oder angeklingelt.

Festnetz

Der Anschluss eines herkömmlichen Haustelefons (simu mkononi) wird ausschließlich in Städten angeboten und wird daher hauptsächlich von Unternehmen und wenigen städtischen Bewohner_innen benutzt. Schon aufgrund der Größe des Landes und seiner teilweise dünnen Besiedlung wird das Festnetz in Tansania wohl ein Nischenprodukt bleiben.

Internet

Internetcafés gibt es in Städten an jeder Ecke und schon in kleinen Ortschaften findet man meist eines. Sowohl was die Computer als auch die Internetanbindung angeht, muss man allerdings Geduld mitbringen. Telefonieren über Internet (z.B. über Skype) ist in den Städten in einigen Cafés möglich, hängt aber immer stark von der Netznutzung und Tageszeit ab. In näherer Zukunft kann man auf bessere Angebote hoffen, da 2009 das erste Untersee-Glasfaserkabel nach Ostafrika verlegt wurde, welches unter anderem Kenia und Tansania schnelleren Zugang an globale Netzwerke ermöglicht.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 11. April 2010 um 16:30 Uhr
 

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