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Zur Finanzierung des Freiwilligendienstes ist der Beitrag der TeilnehmerInnen ungemein wichtig! Das Erreichen des angestrebten Eigenbeitrags hat dabei keinerlei Einfluss auf die Möglichkeit am Freiwilligendienst teilzunehmen. Wir legen allerdings Wert auf die Bereitschaft der TeilnehmerInnen einen eigenen Spenderkreis aufzubauen und so zur Finanzierung beizutragen.

Die Spendenakquise ist nicht nur wichtig für die Finanzierung des Freiwilligendienstes, sondern bereits wichtiger Bestandteil davon. Sie bietet Gelegenheit unmengen Erfahrungen mit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu sammeln, sich intensiv auf den eigenen Aufenthalt und die Einsatzstelle vorzubereiten und Interesse anderer an entwicklungspolitischen Themen zu wecken.

Unsere ehemaligen Freiwilligen waren dabei sehr erfolgreich und haben so einen wichtigen Beitrag zu ihrem Freiwilligenjahr geleistet. Gute Adressen waren dabei wohltätige Vereine, Stiftungen, Unternehmen aus dem lokalen Bereich, sowie Verwandtschaft,Familie und Bekannte.

Unterstützung

Um unsere TeilnehmerInnen zu unterstützen haben wir die positiven Erfahrungen, Ideen und viele Adressen in einem umfangreichen Spendenakquise-Leitfaden, zusammen gefasst. Er enthält hilfreiche Hinweise zum Vorgehen, eine Zeitübersicht, Adressen von wohltätigen Vereinen und Stiftungen, Beispiele früherer Spendenakquise-Aktionen und umfangreiche Informationen über den Freiwilligendienst, uns und Tansania. Neben dem Leitfaden bemühen sich unsere Rückkehrer die neuen Freiwilligen als persönliche Spendenakquise-Paten zu unterstützen.

Spendenakquise-Leitfaden (PDF)

Erfahrungen der Freiwilligen mit der Spendenakquise

Meine Tipps: Alle Solarfirmen bzw. Firmen, die etwas mit Solar zu tun haben, anschreiben (z.B. auch Installateure), mehrmals nachfragen, nachhaken. Alle große Firmen, Firmen, die in der Zeitung öfters mal vorkommen mit Spendenartikel, anschreiben. Zeitungen anschreiben mit dem Angebot, drei Artikeln zu schreiben (einen vor Ausreise, einen zwischendrin, einen nach Rückkehr). Zeitungsartikel mit Spendenaufruf verfassen und einreichen. Vereine (Rotary, Lions, Handwerkerkammer, Vereinigungen,…) kontaktieren. Eigene Arbeitgeber (z.B. vom Ferienjob, Praktikum) und Vereine (z.B. Sportverein, Musikverein, Kirche) anfragen. Zu den Anschreiben: Kurz und bündig, mit Angebot zu mehr.
Bastian Bender

Ich setzte mich mit Jonas zusammen und wir arbeiteten eine kleine Präsentationsmappe aus. Danach setzte ich mich ans Branchenverzeichnis und suchte ein paar Firmen heraus. Dann nichts wie zur Post und die Mappe mit einem netten Anschreiben an die Firmen schicken. Nach diversen Absagen kam dann endlich eine Zusage über 500 Euro und so ging es dann weiter. Wir hatten ein wenig Glück, weil bei einigen Firmen Jonas Vater Leute kannte, aber wir haben nicht unser ganzes Geld von diesen Firmen bekommen, sondern auch 500 Euro-Beträge von anderen uns unbekannten Firmen und so war das Geld schneller zusammen als wir dachten. Also einfach an Firmen in eurer Stadt/Region schreiben, nehmt euch das Branchenverzeichnis und dann noch zu Lion-Clubs und Rotary-Clubs gehen, das ist auch immer gut. Am besten mit einer guten Präsentation, dann passt das.
Tobias Dittmann

Während du Spenden sammelst, kannst du natürlich einige Rückschläge erfahren. Rückschläge kann es in Form von Absagen oder sogar in Form von Kritik an deinem Vorhaben bzw. am Spendensammeln geben. In der Einleitung findest du schon mal ein paar Anhaltspunkte, wie du dich gegen Kritik verteidigen kannst. Ich selbst habe auf meinen Artikel in der Zeitung einen sehr feindlichen, anonym geschriebenen Brief bekommen. Zuerst hat er mich natürlich runtergezogen, aber im Nachhinein kann ich sagen, dass ich über so was drüberstehe. Ich würde den Artikel trotzdem wieder in der Zeitung abdrucken lassen. Ansonsten gilt: Lass dich nicht unterkriegen. Es kann viele Rückschläge geben, das heißt aber nicht, dass man aufgeben soll. Im Gegenteil: Mach weiter, dann werden sich schon ein paar Erfolge abzeichnen. Ich wollte gleich nach den ersten paar Spendenabsagen aufhören, weil ich dachte, das bringt doch eh nichts. Am Ende habe ich dann alle Spenden (und sogar noch mehr!) zusammengehabt. Den geforderten Betrag zusammenzukriegen, ist eine Hürde, die aber eindeutig zu überwinden ist.
Maria Garz

Eine gute Adresse sind Rotary Club und Lions Club. Diese allgemeinnützigen Clubs sind meist interessiert an der Förderung von Austauschprogrammen von Jugendlichen aus der eigenen Stadt. Und sie wollen nicht nur ihr Geld an einen "guten Zweck" geben sondern sind in der Regel auch sehr interessiert an dem Projekt und den persönlichen Erfahrungen der gesponsorten Personen. Beim Rotary Club habe ich als eine Art Bewerbung das Projekt der DTP vorgestellt und meine eigene Motivation beschrieben. Nach dem Auslandsjahr wurde ich eingeladen, einen kleinen Vortrag über meine Erfahrungen zu halten.
Verena Jülch

Ich sammelte viele Infos über das Land, die DTP und meine Einsatzstelle, machte eine schöne Sponsoring- Mappe daraus und schickte sie an Firmen, oder stellte mich direkt persönlich vor. Es gab auch Rückschläge, aber dann bekam ich eine sehr gr0ßzügige Spende, die ich in einer solchen Höhe nicht erwartet hatte. Die Mitglieder eines Rotary Clubs in meiner Nähe entschieden sich, mich zu sponsern und schon stand meiner Vorfreude nichts mehr im Wege!

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 10. April 2010 um 14:48 Uhr
 

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