Vor der Abreise nach Tansania liegt es in der Verantwortung der Freiwilligen sich um ihre Gesundheitsvorsorge zu kümmern. Bestandteil dessen ist eine ärzliche Vorsorgeuntersuchung zur gesundheitlichen Eignung für den Aufenthalt in tropischen Gebieten, die zur Ausreise ärztlich testiert sein muss (Tropentauglichkeitszeugnis ist nicht notwendig). Außerdem sollten sich die Freiwilligen in einem Tropeninstitut über Vorsorgemaßnahmen, wie medizinisch notwendige Impfungen und Malaria-Prophylaxe informieren. Zurzeit sind für aus Deutschland Einreisende in Tansania keine Impfungen vorgeschrieben. Einige Impfungen sind aber für einen längeren Aufenthalt in Tansania dringend zu empfehlen (Tetanus, Hepatitis A und B, ggf. Tollwut, Meningitis und Typhus). Alle notwendigen Arztbesuche und Impfungen werden durch die TeilnehmerInnen selbst organisiert. Website der Deutschen Botschaft in Dar es Salaam, Tansania Malariasituation In Tansania besteht ein ganzjähriges, erhöhtes Risiko zur Malariainfektion in allen Gebieten unter 2.000m über dem Meeresspiegel, einschließlich der Städte. Besonders erhöht ist dieses in den Regenzeiten. Die am meisten verbreitete Malariaart in Tansania ist Malaria tropica (P. falciparum, Chloroquinresistenz) mit über 85%. Da der effektivste Schutz vor Malaria die Vermeidung von Stichen ist, stellt die Deutsch-Tansanische Partnerschaft den Freiwilligen bei Ankunft in Tansania ein hochwertiges Moskitonetz zur Verfügung und empfiehlt ihnen dringend auf lange Kleidung und Insektenschutzmitteln zu Abendzeiten zu achten, sowie Malaria-Medikamente (Stand-By-Therapie), für die Behandlung einer Malaria nach Ausbruch, mitzuführen. Die medizinische Versorgung in allen Einsatzstellen ist gewährleistet, sodass beim Auftreten erster Symptome eine Malaria gut getestet und behandelt werden kann. Da medizinische Malariavorbeugung starke Nebenwirkungen mit sich bringt, verweisen wir diesbezüglich auf Ärzte mit tropenmedizinischen Kenntnissen und Tropeninstitute. Website des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin Hamburg HIV/Aids in Tansania Die Angaben dazu, wie viele Prozent der Gesellschaft in Tansania mit dem HIV Virus infiziert sind, schwanken. Die landesweite, staatlich unterstützte Jugendkampagne „Ishi“ (Leben) zu HIV/Aids veröffentlichte im Jahr 2005 Angaben zwischen 7% bezogen auf die Gesamtbevölkerung (15-49 Jahre) und 14% in der Metropole Dar es Salaam. Nach Angaben des CIA The World Factbook sind in Tansania 8,8% der Bevölkerung mit Aids infiziert. (2003, CIA The World Factbook). Die aus Tansania zurückgekehrten Freiwilligen berichten, dass sie in Krankenhäusern, die sie besichtigt oder besucht haben, saubere Bedingungen vorgefunden haben und keine Angst hatten, dort mit dem Virus infiziert zu werden. Auch ist es nicht mehr nötig, eigene Spritzen mitzubringen, in den Krankenhäusern werden steril verpackte Spritzen genutzt. Der Hauptinfektionsweg besteht auch in Tansania in der sexuellen Ansteckung. Im Fall von erster Hilfe, sollte man unbedingt die übliche Vorsicht walten zu lassen und auf die eigene Unversehrtheit achten um eine infektion über Blutkontakt auszuschließen. Es ist wichtig, während des Freiwilligendienstes in Tansania sensibel für das Thema Aids zu sein, dass in der gesamten tansanischen Gesellschaft eine Rolle spielt. Panik ist jedoch fehl am Platz. |